Angeklagter gesteht Tritt gegen Frau an U-Bahnhof

  • Lesedauer: 1 Min.

Beim Neustart im Prozess um die brutale Attacke gegen eine Passantin auf einer Berliner U-Bahn-Treppe hat der Angeklagte gestanden. Er gab zu, dass er die Frau die Treppe hinuntergetreten habe, erklärte der 28-Jährige am Montag vor dem Landgericht Berlin. Allerdings habe er keine konkreten Erinnerungen an die Tat und sei erst durch die Veröffentlichung der Videoaufnahmen darauf aufmerksam geworden, hieß es weiter in der von einem seiner Verteidiger verlesenen Erklärung. Damals habe er unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden. Er wolle sich bei der Geschädigten ausdrücklich entschuldigen. Der Angeklagte soll die Frau in einer Nacht Ende Oktober 2016 mit einem Tritt in den Rücken eine Treppe hinuntergestoßen haben. Die damals 26-Jährige erlitt einen Armbruch und eine Verletzung am Kopf. Videokameras hatten die Gewalt im U-Bahnhof Hermannstraße im Stadtteil Neukölln festgehalten. Der Angriff hatte bundesweit Entsetzen und Empörung ausgelöst. Ein erster Prozessanlauf war vor zehn Tagen nach einem erfolgreichen Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen eine Schöffin gescheitert. dpa/nd

Werde Mitglied der nd.Genossenschaft!
Seit dem 1. Januar 2022 wird das »nd« als unabhängige linke Zeitung herausgeben, welche der Belegschaft und den Leser*innen gehört. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.
Mehr Infos auf www.dasnd.de/genossenschaft

Das »nd« bleibt gefährdet

Mit deiner Hilfe hat sich das »nd« zukunftsfähig aufgestellt. Dafür sagen wir danke. Und trotzdem haben wir schlechte Nachrichten. In Zeiten wie diesen bleibt eine linke Zeitung wie unsere gefährdet. Auch wenn die wirtschaftliche Entwicklung nach oben zeigt, besteht eine niedrige, sechsstellige Lücke zum Jahresende. Dein Beitrag ermöglicht uns zu recherchieren, zu schreiben und zu publizieren. Zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.