Werbung

Impfung kurz vor Reiseantritt?

Leserfrage

  • Lesedauer: 2 Min.

Antwort gibt Birgit Dreyer, Reiseexpertin der Europäischen Reiseversicherung(ERV):

Bei einigen Krankheiten bietet auch eine Impfung kurz vor Abreise noch einen zuverlässigen Schutz vor Infektionen. Ein »Last-minute«-Impfschutz ist gegen Hepatitis A, Grippe, Meningokokken-Meningitis und Typhus möglich. Des Weiteren helfen Auffrisch-Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Keuchhusten auch noch kurz vor dem Abflug. Voraussetzung ist allerdings: Der Urlauber muss vorher bereits einmal diese Impfung erhalten haben.

An einigen deutschen Flughäfen - wie beispielsweise in Frankfurt am Main, München, Berlin und Düsseldorf - können sich besonders Kurzentschlossene sogar noch direkt vor Ort impfen lassen.

Um Überraschungen zu vermeiden, sollten man sich vor Buchung seiner Reise beim Auswärtigen Amt unter www.auswaertiges-amt.de oder beim Centrum für Reisemedizin unter www.crm.de über mögliche Impfempfehlungen informieren. Denn einige Länder können sogar die Einreise verweigern, wenn der nötige Impfschutz fehlt.

Was Hepatitis A (auch Gelbsucht genannt) anbelangt, so kommt das Virus nicht nur in tropischen oder subtropischen Gebieten vor. Auch »nahe« Ziele wie Länder im Südosten Europas zählen zu den Risikogebieten für Infektionen. Daher sollten sich Reisende mit Zielen im Mittelmeerraum oder Osteuropa dagegen impfen lassen. Für Bulgarien empfiehlt das Auswärtige Amt sogar ausdrücklich eine Hepatitis A-Impfung. Empfehlenswert ist eine Impfung bis zu 14 Tage vor Reisebeginn. Einen »Last-minute«-Schutz bietet aber auch eine einmalige Impfung unmittelbar vor Reisebeginn, denn die Krankheit bricht erst etwa 25 Tage nach Ansteckung aus.

- Anzeige -

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.