Zahl der Aufstocker leicht gesunken
Immer mehr Teilzeitbeschäftigte erhalten Sozialleistungen
Berlin. Die Zahl der Aufstocker ist im Jahr 2016 auf 1 080 698 Personen leicht gesunken. Dies geht aus am Freitag veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, in denen mindestens ein Angehöriger in Vollzeit erwerbstätig ist, schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 150 000. Innerhalb von zehn Jahren hat sich diese Zahl halbiert. Eine Bedarfsgemeinschaft kann aus einem Ein-Personen-Haushalt bestehen, es sind jedoch meist Familien mit Kindern, die auf zusätzliche Sozialleistungen angewiesen sind. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, in denen mindestens ein Angehöriger in Teilzeit arbeitet, allerdings von 183 000 auf 377 000 verdoppelt. Nach Einführung des Mindestlohns 2015 waren etliche Minijobs in Teilzeitjobs umgewandelt worden. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften mit mindestens einem Minijobber hat sich im Vergleich zu 2014 entsprechend um 71 000 auf 387 057 verringert. flh Kommentar Seite 2
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.