ThyssenKrupp plant Angebot an Angestellte
Interne Mail: Konzernspitze bereit zu Jobgarantien
Berlin. Im Streit um die geplante Fusion der ThyssenKrupp-Stahlsparte mit dem Konkurrenten Tata will der Konzernvorstand den Angestellten offenbar ein Angebot machen. Die »Bild am Sonntag« zitierte aus einer E-Mail von Personalvorstand Oliver Burkhard an Führungskräfte des Unternehmens, wonach ThyssenKrupp bereit sei zu »weitreichenden Zusagen« bei Fragen der Standortsicherung, künftigen Investitionen und Beschäftigungssicherung: »Hier wollen wir mit unserem Vorschlag bis ins nächste Jahrzehnt hinein Arbeitsplätze im zukünftigen Joint Venture sichern.«
ThyssenKrupp und Tata Steel hatten im September angekündigt, ihre Stahlaktivitäten in Europa zusammenzulegen und so den zweitgrößten europäischen Stahlproduzenten nach ArcelorMittal zu schmieden. Die Fusion soll zum Wegfall von bis zu 4000 Jobs führen, rund die Hälfte davon bei ThyssenKrupp. Dagegen protestieren die Beschäftigten heftig. Die IG Metall fürchtet weiteren Stellenabbau zu einem späteren Zeitpunkt sowie Standortschließungen. Die Gewerkschaft fordert Beschäftigungssicherung für ein Jahrzehnt. AFP/nd
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