Zander empfing Obdachlose zum Gänseessen
Rund 3000 Menschen sind am Dienstag zur traditionellen Weihnachtsfeier für Obdachlose von Musiker Frank Zander in Berlin zusammengekommen. Im Estrel-Hotel im Bezirk Neukölln erwartete die Gäste unter anderem Gänsebraten und ein buntes Showprogramm auf der Bühne. Außerdem erhielten sie nützliche Geschenke wie warme Bekleidung und Schlafsäcke.
Es war bereits die 23. Weihnachtsfeier für Obdachlose, die der Musiker und Entertainer gemeinsam mit Familie, Freunden, Prominenten und Sponsoren wenige Tage vor dem Weihnachtsfeiertag organisierte. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und zahlreiche Sponsoren.
Kostenlose Einlassbändchen für die Weihnachtsfeier einschließlich Bustransfer zum Neuköllner Estrel-Hotel waren in den vergangenen Tagen in sozialen Einrichtungen der Metropole verteilt worden. Die lange Liste prominenter Helfer wurde in diesem Jahr angeführt von Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD). »Es ist mir eine Herzensangelegenheit, bei diesem wunderbaren Fest dabei zu sein. Weihnachten ist eine Zeit der Besinnung. Und wir sollten uns alle darauf besinnen, dass es Menschen gibt, die allein sind, deren Gabentisch nicht reich gedeckt ist, die nicht einmal ein warmes Zuhause haben. Wir dürfen nicht wegschauen. Wir müssen hinsehen und helfen, wenn es Menschen neben uns nicht gut geht. Nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern jeden Tag«, sagte Woidke.
Bei der ersten Weihnachtsfeier Zanders für Obdachlose 1995 kamen 250 Gäste ins Schloss Diedersdorf südlich von Berlin. In den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Gäste auf bis zu 3000 Menschen an. epd/nd Foto: dpa/Jens Kalaene
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.