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Den Bäumen und Sträuchern geht's ans Geäst

Tipps im Februar

  • Lesedauer: 3 Min.

An frostfreien Tagen können Sie Apfelbäume und andere Gehölze schneiden, die Kernobst tragen. Das Ziel beim Schnitt ist, dass der Baum zum Schluss einen pyramidenförmigen Aufbau hat: oben schmal, in der Mitte etwas breiter werdend und die größte Ausdehnung dann im unteren Baumbereich. Somit ist der Lichteinfall optimiert, die Fruchtqualität kann sich gut entwickeln und der Baum trocknet schnell ab.

Feuchtigkeitsliebende Pilzkrankheiten werden so vermieden. Bedenken Sie, dass die Früchte an den waagerecht wachsenden, kurzen Ästen des Fruchtholzes gebildet werden.

Es wird immer auf Blattaußenknospe angeschnitten, welche in die optimale Richtung zeigt, also nach außen, nicht nach innen zur Stammmitte. Damit Wunden schnell wieder zuwachsen und um Faulstellen zu vermeiden, ist die richtige Schnittführung sehr wichtig. Geschnitten wird - eine Ausnahme bildet Rhododendron - kurz über einer Knospe oder bei größeren Schnitten über einer Abzweigung. So kann sich das Wundgewebe gut entwickeln.

Schneiden Sie nicht zu nah an der Knospe, da sie sonst vertrocknen kann. Fruchtknospen sind prall und rund, Blattknospen, aus denen auch neue Zweige wachsen, sitzen flach und spitzauslaufend an steil nach oben wachsenden Ästen.

Bei falschem Schnitt verhindern tote Zweigstummel - die Zapfen - das Verschließen der Wunde. Deshalb Totholz restlos entfernen. Auch bei älteren Bäumen lohnt sich das jährliche Auslichten. Hier kommt es darauf an, die Überbauung im oberen Bereich zu verhindern. Zu dichtes Astwerk muss daher regelmäßig entfernt werden, um eine Optimierung des Lichteinfalls zu gewährleisten.

An frostfreien, sonnigen Tagen können Sie die Rinde empfindlicher, junger Obstgehölze mit einem Weißanstrich behandeln. So wird verhindert, dass die Rinde durch starke Temperaturschwankungen einreißt. Sinnvoll ist der Anstrich zum Beispiel bei jungen Aprikosen-, Pflaumen- oder Kirschbäumen.

Steinobst und Beerensträucher sollten nur ausgelichtet werden, falls der Rückschnitt nicht gleich nach der Ernte erfolgt ist.

Die Bäume und Sträucher dürfen zum Schutz von Vögeln nur bis Ende des Monats Februar gefällt oder entfernt werden. Auch der starke Rückschnitt bis kurz über den Boden, das sogenannte »Auf-den-Stock-Setzen«, ist danach nicht mehr gestattet.

Viele Hortensien tragen jetzt noch ihre alten, vertrockneten Blütenstände. Schneiden Sie diese oberhalb eines gesunden grünen Knospenpaars ab und beseitigen Sie bei der Gelegenheit auch gleich alle erfrorenen Triebe. Vitalitätstest: Kratzen Sie die Rinde leicht mit dem Daumennagel an. Wenn das Gewebe darunter gelblich und trocken wirkt, ist der Zweig abgestorben.

Auch sommerblühende Sträucher wie den Schmetterlingsflieder oder die Bartblume kann man bei frostfreiem Wetter jetzt kräftig zurückschneiden, damit sie bis zum Sommer lange neue Triebe mit vielen Blüten bilden können. Je länger Sie mit dem Rückschnitt warten, desto weiter verschiebt sich die Blütezeit in den Spätsommer. nd

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