Harte Strafen für Pflegebetrug

Landgericht Düsseldorf verhängt bis zu sieben Jahre Haft

  • Lesedauer: 1 Min.

Düsseldorf. Mitglieder der sogenannten Pflege-Mafia sind wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Düsseldorf verurteilte am Montag neun Angeklagte zu Freiheitsstrafen zwischen zwei und sieben Jahren. Die fünf Männer und vier Frauen, die überwiegend aus Russland oder der Ukraine stammen, haben von 2008 an bis zu ihren Festnahmen im September 2016 nicht erbrachte Pflegedienstleistungen abgerechnet, wie das Gericht mitteilte. Der Gesamtschaden belaufe sich auf mindestens 4,7 Millionen Euro.

Aus dem erzielten Gewinn zahlten die Angeklagten an Pflegekräfte Schwarzgeld und an Ärzte Bestechungsgelder, wie die Richter erläuterten. Darüber hinaus bereicherten sich die Angeklagten in erheblichem Maße. Der Hauptangeklagte etwa, der zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt wurde, muss laut Urteil knapp 500 000 Euro zurückzahlen. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden. epd/nd

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -