Viele Straßen im Nordosten marode

70 Prozent der Kreisstraßen im Raum Rostock betroffen

  • Lesedauer: 2 Min.

Rostock. Viele Straßen in Mecklenburg-Vorpommern sind nach einem Bericht des NDR akut sanierungsbedürftig. Rund ein Drittel aller Kreisstraßen im Land befänden sich in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand. Dies geht aus einer Recherche des NDR-Politikmagazins »Panorama 3« hervor. Am schlechtesten schneidet demnach der Landkreis Rostock ab. Dort sind rund 70 Prozent der Kreisstraßen betroffen.

Das tatsächliche Ausmaß könnte jedoch noch gravierender ausfallen, da nach Angaben des NDR rund ein Drittel aller angefragten kreisfreien Städte und Kreise keine Daten zum Zustand ihrer Straßen geliefert hat.

Die Prüfung von Straßen erfolgt mittels einer regelmäßigen Zustandserfassung und Bewertung. Bei diesem Verfahren werden die Straßen in fünf Kategorien eingeteilt, die von »sehr gut« bis »sehr schlecht« reichen. Bei Straßen, die als schlecht oder sehr schlecht beurteilt werden, sollten innerhalb kürzester Zeit saniert werden. Was passiert, wenn dies versäumt wird, zeigt das Beispiel einer Brücke bei Cramon im Kreis Nordwestmecklenburg. Sie ist aufgrund ihres Zustands seit zwölf Jahren für den Verkehr gesperrt.

Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) stellte am Dienstag auch die Unfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern vor. Demnach sank die Anzahl der Verkehrstoten im vergangenen Jahr auf ein historisches Tief. Nach Angaben des Innenministeriums starben 79 Menschen auf den Straßen des Landes. Das waren zehn weniger als im Jahr davor, wie Caffier sagte. Seit längerem sinken die Zahlen. Allerdings bedürfe es großer Anstrengungen, um den Trend auch in den Folgejahren halten zu können, betonte Caffier. Im vergangenen Jahr habe es im Schnitt täglich 14 Verkehrsunfälle mit Verletzten gegeben. Die häufigsten Ursachen von Unfällen mit Toten oder Schwerverletzten seien auch 2017 zu schnelles Fahren, Missachtung der Vorfahrt und Alkohol am Steuer gewesen. dpa/nd

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