Hochschulen sollten an den Verhandlungstisch zurückkehren
Martin Kröger fordert eine Lösung für die Studierenden
Dass die Streikmaßnahmen der studentischen Beschäftigten wirken, haben die Arbeitskämpfe der vergangenen Tage gezeigt. Unter anderem blieben Bibliotheken geschlossen und auch die Unterstützung im IT-Bereich fiel teils weg.
Wie groß die Streikbereitschaft der etwa 8000 studentischen Beschäftigten an den Hochschulen wirklich ist, wird sich bei der Langen Nacht der Wissenschaft zeigen. Die Bildungsgewerkschaft GEW hatte im Vorfeld angekündigt, »den Uni-Betrieb empfindlich stören zu wollen« und damit auch die für die Außenrepräsentanz so wichtige Lange Nacht. Man kann nur hoffen, dass der erneute Arbeitskampf die Hochschulen als Arbeitgeber endlich zurück an den Verhandlungstisch bringt. Dass die Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV), der die Hochschulen vertritt, nach den letzten Gesprächen sang- und klanglos ausgesetzt wurde, ist nämlich ein Unding. Denn bereits im Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün ist festgehalten gewesen, dass der studentische Tarifvertrag nicht nur erhalten, sondern auch ausgebaut werden soll.
Damit dies endlich geschieht, ist es höchste Zeit, dass die Tarifverhandlungen wieder in Gang kommen. Die Arbeitgeber sollten sich nicht länger damit rausreden, dass eine Anbindung an den Tarifvertrag der Länder angeblich nicht finanzierbar wäre.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.