Fast 1700 Zivilisten im ersten Halbjahr in Afghanistan getötet
Kabul. Bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistans Hauptstadt Kabul sind am Sonntag mehrere Menschen getötet worden. Laut einem Polizeisprecher gab es mindestens »zehn Tote und Verletzte«. Die Zahl der bei Gefechten und Anschlägen im Land getöteten Zivilisten hat im ersten Halbjahr 2018 einen Höchststand erreicht: Etwa 1700 Zivilisten seien in den ersten sechs Monaten getötet worden - ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die UNO-Mission in Afghanistan am Sonntag mit. 3430 Menschen wurden verletzt. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sei für den Großteil der Angriffe verantwortlich gewesen. An zweiter Stelle stehen die radikalislamischen Taliban, die weite Landesteile kontrollieren. An der Entwicklung konnte auch eine historischen Waffenruhe nichts ändern. Eine einseitig von der Armee ausgerufene Feuerpause hatte sich mit einer dreitägigen Waffenruhe der Taliban während des Fastenbrechens am Ramadan-Ende überschnitten. Die Waffenruhe wurde von zwei Selbstmordattentaten des IS mit vielen Toten in der Provinz Nangarhar überschattet. dpa/nd
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