Alte Tagebaue den Landwirten überlassen
Cottbus. Zum Vorschlag der Freien Wähler, in der Lausitz Solarparks anzulegen statt ehemalige Tagebaue für die Land- und Forstwirtschaft zu rekultivieren, sagte die Landtagsabgeordnete Anke Schwarzenberg (LINKE) am Mittwoch, dieser Vorschlag verkenne die Möglichkeiten von Rekultivierungsmaßnahmen. Mit »großem technischem und organisatorischem Aufwand« werden Schwarzenberg zufolge Bergbaufolgelandschaften für die Landwirtschaft wieder nutzbar gemacht. Laut Braunkohleplan seien die Energiekonzerne dazu sogar verpflichtet. »Das ist umso mehr geboten«, so sagte Schwarzenberg, »da den Landwirten diese Flächen für den Tagebaubetrieb vor Beginn der Braunkohleförderung entzogen wurden und diese landwirtschaftlichen Betriebe bereits seit vielen Jahren auf die Möglichkeit warten, diese Flächen wieder zu bewirtschaften.« Solarparks sollten nach Ansicht der Abgeordneten nur auf Flächen errichtet werden, deren Nutzung durch Bauern, Forstleute oder den Naturschutz nicht möglich sei. »Solartechnik gehört auf Dächer oder an Gebäude. Ein Zustellen von offenen Flächen in der Landschaft kann nicht das Ziel sein«, findet Schwarzenberg. Bevor sie in den Landtag einzog, hatte sie als Ingenieurin in der Tagebau-Rekultivierung gearbeitet. nd
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.