Unwettergefahr per Mausklick erkennen

Wichtig für Hausbesitzer: der neue Naturgefahren-Check

  • Lesedauer: 2 Min.

Dazu hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) den »Naturgefahren-Check« gestartet. Auf der Onlineplattform erfahren Verbraucher nach Eingabe ihrer Postleitzahl, welche Schäden Unwetter in der Vergangenheit am eigenen Wohnort verursacht haben. Wie viele Gebäude im letzten Jahr in der Region betroffen waren, wie hoch die teuersten Schäden durch Starkregen, Sturm oder Hagel ausfielen und welche Hochwassergefahr besteht.

Der »Naturgefahren-Check« soll vor allem Hausbesitzer sensibilisieren und zur Eigenvorsorge animieren. Er ist eine Reaktion darauf, dass eine bundesweite Naturgefahrenplattform mit leicht verständlichen Informationen zu Gefahren und Präventionsmöglichkeiten fehlt. Bereits vor Jahren hat sich die Ministerpräsidentenkonferenz dafür ausgesprochen, und die Versicherungswirtschaft hat der Politik Vorschläge zur Ausgestaltung übermittelt und Unterstützung angeboten.

Ein zentrales Informationsportal der öffentlichen Hand mit standortgenauen Daten kann der »Naturgefahren-Check« zwar nicht ersetzen. Versicherer wollen aber einen Beitrag leisten, um existenzbedrohende Schäden zu vermeiden oder in ihrem Ausmaß zu verringern.

»Wir zeigen die finanzielle Tragweite von Unwettern konkret am Wohnort der Menschen«, sagt Oliver Hauner, Leiter Sachversicherung beim GDV. »So können sie ihr Risiko besser bewerten und Schlussfolgerungen ziehen - etwa ihren Versicherungsschutz überprüfen, Schutzmaßnahmen umsetzen oder ihre Bauplanung anpassen.«

Jedes Jahr entstehen in Deutschland Unwetterschäden an Häusern, Hausrat, Autos, in Gewerbe und Industrie von durchschnittlich 3,7 Milliarden Euro, die Versicherungen übernehmen.

Die teuersten Schäden entstanden im vergangenen Jahr in den Bundesländern Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die meisten Schäden, die durch Sturm und Hagel entstanden, gab es im Saarland, gefolgt von Sachsen und Rheinland-Pfalz. GDV/nd

www.naturgefahren-check.de

Werde Mitglied der nd.Genossenschaft!
Seit dem 1. Januar 2022 wird das »nd« als unabhängige linke Zeitung herausgeben, welche der Belegschaft und den Leser*innen gehört. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.
Mehr Infos auf www.dasnd.de/genossenschaft

Das »nd« bleibt gefährdet

Mit deiner Hilfe hat sich das »nd« zukunftsfähig aufgestellt. Dafür sagen wir danke. Und trotzdem haben wir schlechte Nachrichten. In Zeiten wie diesen bleibt eine linke Zeitung wie unsere gefährdet. Auch wenn die wirtschaftliche Entwicklung nach oben zeigt, besteht eine niedrige, sechsstellige Lücke zum Jahresende. Dein Beitrag ermöglicht uns zu recherchieren, zu schreiben und zu publizieren. Zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.