Jeder Zweite sieht seine Ausbildungschancen gefährdet
corona und Ausbildung
Die Hälfte der 18- bis 30-Jährigen glaubt, dass sich die Chancen auf eine gute Ausbildung durch die Pandemie verschlechtert haben. Ein knappes Drittel ist hingegen der Ansicht, dass sich durch die Pandemie nichts verändert hat. Für die Umfrage wurden im Februar dieses Jahres 1005 Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren repräsentativ befragt.
Auszubildende scheinen sicherer durch die Krise zu kommen als Studierende. Die Hälfte der Studierenden meint, dass sich ihre beruflichen Aussichten verschlechtert haben. Unter den Auszubildenden sind es nur 39 Prozent. Auszubildende müssen sich zudem weniger Sorgen um ihre Anstellung machen und haben auch seltener ihre Karrierepläne geändert - sei es gewollt oder ungewollt.
Gute Noten für den Arbeitsmarkt
Die eigene Situation am Arbeitsmarkt betrachten die 18- bis 30-Jährigen recht gelassen. Die Mehrheit der Befragten beurteilt die Gesamtsituation am Arbeitsmarkt als gut bis befriedigend. Einzige Ausnahme: Arbeitslose und Hartz-IV-Bezieher sind pessimistischer. Rund drei Viertel der Unter-30-Jährigen sorgen sich nicht um ihren Arbeitsplatz. Das gilt sowohl für Akademiker als auch für Angestellte mit Berufsausbildung. Bei knapp der Hälfte der Befragten hat sich in der Pandemie nichts an der beruflichen Situation geändert. 37 Prozent der 18- bis 30-Jährigen geben jedoch an, dass sich ihre berufliche Situation verschlechtert habe.
Karriere in Versicherungswirtschaft
Immerhin 41 Prozent Befragten können sich prinzipiell eine Tätigkeit in der Versicherungswirtschaft vorstellen. Acht Prozent votierten eindeutig für Ja, für 33 Prozent wäre eine Versicherungskarriere denkbar, aber nur die zweite Wahl. Sowohl Akademiker als auch Menschen mit einer Berufsausbildung kommen bei dieser Frage zu identischen Ergebnissen.
Befragt nach dem Image der Versicherungswirtschaft, gab jeder Zweite an, ein neutrales Bild von der Versicherungswirtschaft zu haben. Neun Prozent sehen die Branche in einem positiven Licht, 27 Prozent sehen sie dagegen negativ.
Gutes Einkommen und sichere Jobs
Das Image spielt bei der Wahl des Arbeitsplatzes jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig sind für die Unter-30-Jährigen das Einkommen, die Sicherheit des Arbeitsplatzes sowie eine sinnvolle Tätigkeit.
»Solides Einkommen schon in der Ausbildung sowie eine langfristige Perspektive - genau das können wir jungen Menschen bieten«, sagt Gerhard Müller, Vorsitzender des Ausschusses Vertrieb im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Oliver Brüß, Mitglied im GDV-Vertriebsausschuss, ergänzt dazu, was womöglich übertrieben klingt: »Wer sich jetzt für eine Versicherungskarriere entscheidet, trifft auch in Corona-Zeiten eine Entscheidung für eine sichere Ausbildung, die manchmal direkt vor der Haustür liegt.«
Untermauert wird diese Feststellung dadurch, dass im Versicherungsvertrieb derzeit Tausende von Stellen für junge Menschen offen sind. GDV/nd
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