Hochwasser und Schneesturm

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(ND/dpa). Nach dem vielen Schnee im langsam zu Ende gehenden Winter kommt nunmehr, wenig überraschend, das Tauwetter. Mit ihm erwartet Deutschland eine Hochwasserwelle, die bisher aber wenig dramatisch ausfällt. Obwohl in Sachsen schon vor Wochenfrist die erste »Alarmstufe« ausgerufen worden war, ist der frühjahrsgemäß sehr wasserreiche Strom im Augenblick eher ein lohnendes Fotomotiv als eine Bedrohung.

Doch vorerst macht das Tauwetter nochmals eine Pause: Am Samstag und Sonntag schneite es noch einmal flächendeckend in Deutschland – ausgenommen waren nur Gebiete östlich der Elbe, wo es in den Nächten dafür sehr kalt wurde.

Am Sonntag sahen sich besonders Autofahrer in weiten Teilen des Landes mit bis zu 15 Zentimetern Neuschnee konfrontiert; es kam erneut zu zahlreichen Unfällen. Allein in Nordrhein-Westfalen gab es bis Sonntag früh 337 Autounglücke mit 45 Verletzten. Auf der Autobahn zwischen Würzburg und Frankfurt am Main kam es am Samstag zu Staus von 25 bis 35 Kilometern Länge; bei Halle (Westfalen) verursachte eine Massenkarambolage mit 14 Fahrzeugen auf schneeglatter Straße einen Sachschaden von 200 000 Euro.

Auch in Sachsen-Anhalt kam es zu massiven Behinderungen im Straßenverkehr. Auf der A 2 bei Magdeburg stellten sich am Freitagabend mehrere LKW quer, die Staus dauerten bis in den Samstagmorgen.

Die Ursache für den Wintereinbruch im März ist das Tiefdruckgebiet »Yve«. Es zieht von der Nordsee nach Süden und brachte dabei Neuschnee und Eis.

Nach dem Winter wird es auch teuer: Allein das Auffüllen der vielen neuen Schlaglöcher dürfte bis zu 2,3 Milliarden Euro kosten, fürchtet der Städte- und Gemeindebund. Der ADAC geht sogar von mehr als drei Milliarden Euro aus. In Berlin müssten beispielsweise alle beschädigten Stellen weitläufig abgefräst und neu asphaltiert werden. Gerade in der Hauptstadt sei der Straßenzustand schlecht.

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