Zahl der Opfer in Nigeria korrigiert
Polizei: 109 Menschen starben bei Massaker
Jos (AFP/ND). Bei dem Massaker an christlichen Dorfbewohnern in Nigeria sind nach neuen Angaben der Polizei weniger Menschen umgebracht worden als zunächst angenommen. Der Polizeichef des Bundesstaates Plateau, Ikechukwu Aduba, gab die Zahl der Todesopfer am Mittwoch mit 109 an, nachdem die Behörden zuvor von mehr als 500 Toten gesprochen hatten.
Unter den Opfern seien rund 40 Kinder, so Aduba. Die Angaben basierten auf den Beerdigungslisten und seien »authentisch und unstrittig«. Muslimische Viehzüchter hatten am Wochenende drei Dörfer südlich der zentralnigerianischen Stadt Jos überfallen und die Bewohner mit Macheten oder Äxten getötet. Die örtlichen Behörden hatten zunächst von mehr als 500, Vertreter der Zivilgesellschaft von 200 bis 400 Toten gesprochen.
Laut Aduba wurden 49 Angehörige des muslimischen Nomadenvolks der Fulani festgenommen, die an dem Massaker beteiligt gewesen sein sollen. Die Festgenommenen hätten die Tat gestanden, die als Vergeltung für Überfälle durch die christliche Berom-Volksgruppe geplant gewesen sei.
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