Jeder Siebte von Armut bedroht
Wiesbaden (AFP/ND). Fast jeder siebte Deutsche war im Jahr 2007 akut armutsgefährdet. Das geht aus einer Erhebung des europäischen Statistikamts Eurostat hervor. Demnach lag die »Armutsgefährdungsquote« hierzulande bei 15 Prozent der Bevölkerung, was in etwa 12,5 Millionen Menschen entspricht. Das Armutsrisiko lag damit etwas unter dem EU-weiten Schnitt von 17 Prozent. In den Staaten, die ökonomisch mit der Bundesrepublik vergleichbar sind, fiel das Armutsrisiko dagegen meist etwas niedriger aus. So waren in den Niederlanden elf Prozent, in Österreich und Schweden zwölf Prozent und in Frankreich 13 Prozent der Bevölkerung gefährdet. Als EU-weit verbindlicher Schwellenwert für die Armutsgefährdung gilt ein Einkommen, das unter 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens des jeweiligen Landes liegt. Mit einer Armutsgefährdungsquote von 26 Prozent war Lettland 2007 das EU-Mitglied mit dem höchsten Risiko. Die niedrigste Gefährdungsquote in der EU hatte Tschechien mit neun Prozent.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.