Sarkozy will Protest nicht nachgeben

  • Lesedauer: 1 Min.

Paris (AFP/ND). Nach den Massenprotesten gegen die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalters hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy einige kleinere Änderungen an dem Reformprojekt angekündigt. Nach einer Kabinettsitzung am Mittwoch in Paris ließ der Staatschef mitteilen, dass es Anpassungen für körperlich sehr anstrengende Berufe sowie für diejenigen geben solle, die schon sehr jung zu arbeiten begonnen haben. Gegen die Pläne zur Erhöhung des Renteneintrittsalters von 60 auf 62 Jahre hatten am Dienstag landesweit mehr als eine Million Menschen protestiert; die Gewerkschaften sprachen sogar von mehr als 2,5 Millionen Teilnehmern.

Trotz dieser Massenkundgebungen, die den landesweiten Protest vom Juni noch übertrafen, will Sarkozy an der Reform insgesamt nichts ändern. »Das ist eine wichtige Reform«, sagte er vor der Ministerrunde. Es sei »normal«, dass dies Unruhe und Proteste nach sich ziehe. »Ich beobachte aufmerksam die Sorgen, die dabei zum Ausdruck kommen.« Sarkozy fügte aber hinzu: »Es steht außer Frage, dass irgendjemand die Reform entstellt, denn das würde das Gleichgewicht im Rentensystem in Gefahr bringen.« Die kleineren Änderungen, die nun im Gesetzestext vorgenommen werden sollen, hatte die Regierung allerdings schon vor Wochen angekündigt.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.