Holocaust-Überlebende fordern Untersuchung zu Vatikan-Bank
Lewy bezieht sich auf einen Bericht des US-amerikanischen Außenministeriums von 1998. Darin geht es um den Verbleib des Vermögens von Juden, die während der NS-Zeit aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Ukraine deportiert worden waren. Die Vatikanbank soll das geraubte Geld verwaltet haben.
In dem Fall war bereits eine Klage in den USA erhoben worden. Das zuständige Gericht hatte die Klage aber unter Hinweis auf die Immunität des Vatikans abgelehnt. Der Vatikan hatte damals die Darstellung des Berichtes zurückgewiesen.
Die Vatikanbank war in den vergangenen Wochen wegen Verstößen gegen das italienische Geldwäschegesetz in die Schlagzeilen geraten. Das Finanzinstitut bemüht sich seit längerem, seine Strukturen an internationales Bankenrecht anzupassen, um mehr Transparenz zu garantieren.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.