Mieter sollten noch genauer nachprüfen
Heizkostenabrechnungen
Daran erinnert der Mieterverein Dresden und Umgebung. Jede Abrechnung umfasst einen Zeitraum von 12 Monaten, wobei es nicht zwingend ein Kalenderjahr sein muss. Vermieter müssen verbrauchsabhängig abrechnen, wobei der Gesetzgeber festgelegt hat, dass 50 bis 70 Prozent der Gesamtheizkosten nach dem Verbrauch und die restlichen 50 bis 30 Prozent meistens nach Anteil des Mieters an der Gesamtwohnfläche verteilt werden.
Jede Heizkostenrechnung beginnt mit der Aufstellung aller Heizkosten. Dazu gehören Kosten des Brennstoffs und der sogenannten Heiznebenkosten wie Wartungskosten der Heizung, Gebühren der Heizkostenverteilung, Kosten des Schornsteinfegers sowie Betriebsstromkosten der Heizungsanlage. Häufig werden die Heiznebenkosten viel zu hoch angesetzt. Im Zweifel sollte die Abrechnung von örtlichen Mietervereinen überprüft werden (nur für Mitglieder).
Mieter haben das Recht, Einsicht in die Belege der Vermieter zu nehmen und beim Verdacht überhöhter Kosten Auskunft vom Vermieter zu verlangen. Das muss aber innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Abrechnung geschehen. Bei offensichtlichen Fehlern kann eine Neuabrechnung verlangt werden.
Viele Abrechnungen kommen verspätet, der Verteilerschlüssel stimmt nicht, Verbräuche sind zu Unrecht geschätzt worden oder bei Mieterwechsel falsch zwischen dem ein- und ausziehendem Mieter verteilt worden. Auch wird sehr oft die Wohnfläche zu groß angegeben.
Wichtig: Kosten leer stehender Wohnungen dürfen Mietern nicht angerechnet werden.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.