Frauenquote nur auf freiwilliger Basis

DAX-Unternehmen lehnen gesetzliche Vorgaben ab

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin (AFP/ND). Die Bemühungen um die Stärkung von Frauen in Spitzenpositionen machen keine großen Fortschritte. Zwar erklärten sich die 30 führenden deutschen Unternehmen (DAX 30) in einem Spitzentreffen mit Bundesministern am Mittwoch bereit, eigene Vorgaben zur Erhöhung des Frauenanteils zu veröffentlichen.

In den Vier-Stufen-Plan von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) zum Einführen einer Quote willigten sie jedoch nicht ein. Stattdessen kündigten die DAX 30 an, im Laufe des Jahres individuelle Zielvorgaben für die Firmen zu veröffentlichen.

Schröders Plan umfasst die Schaffung besserer Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine Selbstverpflichtung von Unternehmen, Frauen in Führungspositionen zu fördern, sowie eine gesetzliche Verpflichtung, nach der Unternehmen ihren Frauenanteil innerhalb von fünf Jahren verdreifachen müssen.

An dem Treffen hatten neben Schröder und Vertretern der DAX-Unternehmen auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Wirtschaftsminister Rainer Brüderle und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (beide FDP) teilgenommen.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -