1000 Ökonomen für Finanztransaktionssteuer

Offener Brief an G20 und Bill Gates

  • Lesedauer: 1 Min.

Frankfurt am Main (ND) Rund 1000 Ökonominnen und Ökonomen aus 53 Ländern fordern in einem offenen Brief an die G20-Finanzminister und Bill Gates die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Mit den Einnahmen sollen weltweite Armutsbekämpfung und Klimaschutz sowie die Folgenbewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise finanziert werden.

Der Brief wurde den Finanzministern der G20 im Vorfeld ihres Treffens in Washington überreicht. Die Unterzeichner richten sich auch an Bill Gates, Gründer von Microsoft. Ihn hatten die G20 gebeten, innovative Instrumente zur Finanzierung von Entwicklung und Klimaschutz zu untersuchen.

Unter den Unterzeichnern sind Professoren weltweit renommierter Universitäten – Harvard, Oxford, Cambridge, der Sorbonne, Berkeley und Kyoto. Dazu gehören Jeffrey Sachs, Sonderberater von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Dani Rodrik, Professor für politische Ökonomie an der Harvard University, oder Christian Fauliau, langjähriger Ökonom der Weltbank. Im Brief heißt es: »Die Finanzkrise hat uns die Gefahren eines unregulierten Finanzwesens gezeigt. Das Verhältnis zwischen der Gesellschaft und einem Finanzsektor, der dieser eigentlich dienen sollte, wurde ins Gegenteil verkehrt. Nun ist es an der Zeit, dieses Verhältnis wieder umzukehren.« In Deutschland wurde der Brief vom Bündnis »Steuer gegen Armut« initiiert.

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