- Kommentare
- Meine Sicht
Alle zurück
Klaus Joachim Herrmann über einen Re-Regierungsumzug
Zurück nach Bonn! Das wäre eine Marschrichtung. Politisch und praktisch. Berlin war ein Irrweg. Vielleicht gab es bei der legendären Abstimmung einen Fehler? Oder gar einen eklatanten Rechtsbruch? Haben gar Stasi-IM heimlich mitgestimmt, meuchlings die Voten gefälscht? Führte Reue zum massenhaften Widerruf? Was immer es sei, die Verwaltung ist dem auf der Spur. Rheinische Whistleblower haben es ihnen gepfiffen. Nun ermitteln Amtsträger von Amts wegen. Nichts ist mehr wahr, alles ungültig.
Die wahre Hauptstadt ist Bonn. Weil Adenauer es wollte, sie es so lange war. Berlin ist zu frisch im Amte. Reife kommt von reifen. Und nach den Goldenen Zwanzigern kam der Schwarze Freitag. Besser versuchen wir's ein Jahrhundert später noch mal.
Also zurück nach Bonn. Wohin sonst? Jetzt ist wieder die andere Hälfte dran. Die partout nicht mehr weg wollen von Berlin, können ja reisen. Zu Lande, zu Wasser(?), auf der Bahn und in der Luft. Wozu gibt es schließlich den neuen Flughafen. Nichts ist umsonst. Das Hin nicht und auch nicht das Her.
Was wäre anders, zöge die Regierung wieder an den Rhein? Fast nichts. Nur der Unsinn einer geteilten Regierung wäre noch deutlicher offenbar. Der liebste Umzug ist eben immer noch der mit der Kappe und Schellen dran.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.