Heimlichkeiten vor dem Stadtderby

Heute: 1. FC Union Berlin empfängt Hertha BSC

Einige sind vergangenen Freitag umsonst gekommen. Entgegen den Ankündigungen zog es Trainer Uwe Neuhaus kurzfristig vor, die Übungseinheit des 1. FC Union Berlin unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuhalten. »Wir wollen im Training noch einiges probieren, was nicht unbedingt jeder wissen soll«, begründete Neuhaus die Maßnahme. Während die Journalisten zumindest auf der vorher angesetzten Pressekonferenz davon erfuhren, hatte so mancher Fan den Weg zum Trainingsplatz umsonst gemacht.

Heute hat das Rätselraten um Taktik und Aufstellung vor dem Berliner Stadtderby ein Ende. Bereits um 18.00 Uhr werden die Tore zur Alten Försterei geöffnet, um 20.15 Uhr wird die Partie gegen Hertha BSC angepfiffen. Mit einem Erfolg wäre der Unmut des Köpenicker Anhangs über die ungewöhnliche Maßnahme des Trainers sicher schnell vergessen. Ebenso der schwache Saisonstart mit nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen. »Mit Hertha kommt jetzt ein Gegner, der wie gemacht ist, um eine Wende herbeizuführen«, glaubt Mittelfeldspieler Michael Parensen.

Das sieht man beim Gegner na᠆türlich ähnlich. »Mit einem Sieg bei Union können wir viel Annerkunng und Respekt gewinnen«, sagte Hertha-Trainer Jos Luhukay. Mit dem Abstieg, recht dürftigen Auftritten in den ersten Spielen in der zweiten Liga und dem DFB-Pokalaus beim Viertligisten Worms haben die Charlottenburger in der Tat einiges verspielt. Und obwohl die Trainingseinheit von Hertha BSC am Freitag öffentlich war, ließ sich auch Luhukay, der seine Stammformation noch nicht so recht gefunden hat, vor dem Derby nicht in die Karten schauen. Hinzu kommt, dass Hertha BSC mit Sebastian Neumann (VfL Osnabrück) und Nikita Rukavytsya (Mainz 05) kurzfristig noch zwei Spieler abgegeben und mit Peter Pekarik vom VfL Wolfsburg einen neuen verpflichtet hat. Zumindest das ist sicher: Der slowakische Defensivspezialist wird nicht spielen.

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