P+S-Werften: IG Metall ist zuversichtlich
Interesse von Unternehmen ist positives Zeichen
Stralsund/Wolgast (dpa/nd). Die IG Metall Küste hat sich zuversichtlich über die Zukunft der insolventen P+S-Werften in Stralsund und Wolgast gezeigt. »Ich werte es als positiv, dass bereits Investoren angefragt haben«, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, am Mittwoch nach einem Gespräch mit Betriebsräten der Peene-Werft in Wolgast. In der Branche sei sehr genau bekannt, dass auf den Werften gute Arbeit geleistet wird. Die Belegschaften seien immer bereit, für die Zukunft der Werften, für die Arbeits- und Ausbildungsplätze und damit für die Zukunft der Region zu kämpfen.
Bislang gibt es zwei Unternehmen, die sich für die Werften interessieren. Bereits am Dienstag war ein Mitglied der Geschäftsführung der Rendsburger Nobiskrug-Werft zu Gesprächen in Schwerin, um über die Zukunft der P+S-Werften zu sprechen. Die Nobiskrug-Werft gehört zu dem arabischen Schiffbauer Abu Dhabi Mar (ADM). Auch die in Rostock beheimatete Werft Tamsen Maritim hatte ihr Interesse an der Übernahme der Peene-Werft in Wolgast angemeldet.
Eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Berthold Brinkmann wollte am Mittwoch keine Auskunft über den Stand der Gespräche geben. Für heute ist in Schwerin eine Gläubigerversammlung anberaumt. Details dazu wurden zunächst nicht bekannt. Die P+S-Werften hatten vergangene Woche Insolvenz angemeldet. Rund 1800 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Bei der Abarbeitung von Aufträgen hatte es zuletzt Schwierigkeiten gegeben.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.