Abwrackprämie für alte Heizungen
Vorstoß der rot-grünen Regierung von NRW
Düsseldorf (Agenturen/nd). Zur Stärkung der Konjunktur schlägt die rot-grüne Regierung in Nordrhein-Westfalen eine Abwrackprämie für alte Heizungen vor. »Die Konjunktur läuft nicht an allen Stellen rund. Sollte es zu einem Stützungsprogramm kommen, wäre eine Abwrackprämie für alte Heizungen ideal«, sagte Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) der »Rheinischen Post« vom Montag. Sein Kabinettskollege Garrelt Duin (SPD) ergänzte, er als Wirtschafts- und Handwerksminister könne diese Forderung nur begrüßen, denn eine solche Prämie »stärkt die Konjunktur in Nordrhein-Westfalen«.
Es seien »vor allem die NRW-Unternehmen und -Verbraucher, die über den Strompreis den Aufbau von Windparks im Norden und Photovoltaikanlagen im Süden zahlen, sagte Duin der »Neuen Westfälischen«. »Wir brauchen dafür einen Ausgleich.«
Im bevölkerungsstärksten und industriell geprägten Nordrhein-Westfalen zahlen Wirtschaft und Verbraucher über ihren Strompreis deutlich mehr EEG-Umlage als sie für die Produktion von Ökostrom an Förderung einnehmen. Hauptprofiteur ist Bayern mit 1,1 Milliarden Euro positivem Fördersaldo vor Schleswig-Holstein mit knapp 380 Millionen Euro.
Nordrhein-Westfalen sei als Braunkohleland mit den Umweltfolgen des Tagebaus ohnehin belastet, kritisierte Duin. »Für kritisch halte ich es, wenn die Braunkohleländer wie NRW der ganzen Republik den preiswerten Strom zur Verfügung stellen, der die Energiewende erst möglich macht, und alleine die Umweltlasten, die mit dem Tagebau verbunden sind, tragen müssen«, sagte er.
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