Tausende demonstrieren in Hamburg gegen Rassismus
Protest gegen Asylgesetze und Abschiebepraxis
Hamburg (AFP/nd). Tausende Menschen sind am Samstag in Hamburg friedlich gegen Rassismus und Ausgrenzung auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei zogen rund 2100 Demonstranten vom Hauptbahnhof aus durch die Innenstadt. Die Veranstalter sprachen sogar von etwa 3000 Teilnehmern. Der Protest richtete sich nach deren Angaben gegen Abschiebung, Isolationslager und »rassistische Gesetze« wie die Residenzpflicht. Diese schreibt Asylbewerbern vor, sich nur in einem von den Behörden festgelegten Bereich aufzuhalten.
Unterstützt wurde die Kundgebung nach Angaben der Veranstalter von mehr als 60 Initiativen aus ganz Deutschland, die sich für mehr Rechte für Flüchtlinge stark machen. Die Demonstration war zudem als Solidaritätskundgebung für das Protestcamp von Flüchtlingen in Berlin gedacht, das es seit Oktober vergangenen Jahres auf dem Kreuzberger Oranienplatz gibt. Im Winter hatten dutzende Flüchtlinge mit einem wochenlangen Hungerstreik vor dem Brandenburger Tor für Aufsehen gesorgt; dieser wurde erst nach Verhandlungen mit Vertretern der Bundesregierung beendet.
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