Alles wird gut

Der FC Bayern überwindet gegen Dortmund sein Champions-League-Trauma

Spannung, Dramatik, Glanz - man muss kein Fußballfanatiker sein, um zu sagen: Dieses Champions-League-Finale hat alles eingelöst, was es versprochen hatte. Während der FC Bayern mit dem 2:1-Erfolg seinen Finalfluch aus dem Vorjahr besiegte, trägt Dortmund Trauer.

Als erster sank Bastian Schweinsteiger nach dem Abpfiff auf die Knie im Londoner Wembley-Stadion. Vor einem Jahr hatte er im »Finale dahoam« gegen den FC Chelsea noch den entscheidenden Elfmeter vergeben, nun war es vollbracht: Europas-Fußballthron war erklommen. Endlich.

Bis tief in die Nacht kosteten Spieler und Funktionäre des FC Bayern den Champions-League-Triumph aus, bevor sie gestern am Abend wieder in München landeten - schlaf- und feiertrunken. »Ich freue mich besonders für die Generation Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm, dass sie den großen Titel gewonnen haben«, sagte Trainer Jupp Heynckes, der bereits 1998 mit Real Madrid die Königsklasse gewann.

Nicht nur die fast 90 000 Zuschauer im Stadion, auch die Millionen an den Fernsehgeräten sahen am Samstagabend dabei zu, wie Bayern und Dortmunder im ersten deutschen Finale der Champions League Werbung für die Bundesliga machten. Selten hatte zuletzt ein Endspiel eine solche Dynamik. Und dass am Ende ausgerechnet der Holländer Arjen Robben, der bisher als ewiger Verlierer galt, zum Matchwinner der Münchner avancierte, war eine mehr als hübsche Randnotiz.

Im Lager der Dortmunder war die Enttäuschung nach dem verlorenen Endspiel groß. Sorgen, dass sich der BVB damit vorerst aus dem Kreis der internationalen Spitzenklubs verabschiedet haben könnte, wollen sie sich aber nicht machen. »Wir werden in der kommenden Saison eine Mannschaft haben, die mindestens genauso gut ist«, versprach Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

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