Wirtschaft kühlt sich weltweit ab
IWF halbiert Prognose für Deutschland
Washington (dpa/nd). Der Internationale Währungsfonds (IWF) blickt pessimistischer auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. Das globale Wachstum falle niedriger aus als bisher erhofft, teilte die Organisation am Dienstag in Washington mit. Für dieses Jahr rechnet sie laut ihrem aktualisierten Ausblick mit einem Plus von 3,1 Prozent, im kommenden Jahr werde es 3,8 Prozent betragen. Die Werte wurden im Vergleich zur April-Schätzung jeweils um 0,2 Prozentpunkte gesenkt.
Die Eurozone müsse 2013 einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,6 Prozent verkraften. Damit sei die Rezession tiefer als bisher angenommen. Bisher war ein Minus von 0,4 Prozent erwartet worden. Grund sei auch das schwächere Wachstum in Deutschland. Die Prognose für die Bundesrepublik wurde auf 0,3 Prozent halbiert. Im kommenden Jahr wachse die Währungsunion um 0,9 Prozent statt wie zunächst berechnet um 1,0 Prozent. Deutschland lege dann um 1,3 Prozent zu (bisher 1,4 Prozent).
Der IWF nannte drei Gründe für seinen schlechteren Ausblick. Erstens lasse das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern nach. Zweites Problem für die Weltwirtschaft sei die Rezession in der Eurozone. Sie leide unter einer schwachen Binnennachfrage, gesunkener Zuversicht von Bürgern und Unternehmen sowie Sparmaßnahmen vieler Nationen. Und drittens falle das Wachstum in den USA mit 1,7 Prozent in diesem Jahr und 2,7 Prozent im kommenden etwas geringer aus als bislang prognostiziert.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.