Fannie und Freddie werden abgewickelt

Präsident reformiert US-Immobiliensektor

  • Lesedauer: 2 Min.

Phoenix (AFP/nd). US-Präsident Barack Obama will die beiden wichtigen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac abwickeln. Die beiden in der Finanzkrise mit Milliardenhilfen vom Staat geretteten Unternehmen hätten »zu lange riesige Gewinne gemacht, indem sie Kredite aufkauften und wussten, dass der Steuerzahler sie stützen würde, wenn ihre Wetten nicht aufgehen«, sagte der US-Präsident am Dienstag.

Obama forderte, bei der Immobilienfinanzierung ein neues Kapitel aufzuschlagen und der alten »Mentalität« ein Ende zu bereiten, die »dieses Chaos in erster Linie verursacht hat«. »Wir brauchen ein Immobiliensystem, das dauerhaft und gerecht ist und das Verantwortung für die kommenden Generationen belohnt«, sagte der Präsident.

Fannie Mae und Freddie Mac sind private Unternehmen, doch durch ihre Geschichte und strenge Regeln eng verbunden mit dem Staat. Ihre Aufgabe ist es, möglichst günstige Immobilienkredite in den USA zu ermöglichen. Sie bieten dazu Hauskäufern nicht selbst Kredite an, sondern kaufen diese von Banken auf. Die Banken erhalten dadurch frisches Geld - und können neue Kredite vergeben.

Die aufgekauften Kredite fassen Fannie Mae und Freddie Mac zusammen, verkaufen sie als Anleihen an Investoren und garantieren für die Zahlungen. In der Finanzkrise ging dieses Geschäft nicht mehr auf, denn zahlreiche Hauskäufer konnten ihre Kredite nicht mehr bezahlen. Der Staat sprang deshalb ein und steckte Milliarden Dollar in die beiden Immobilienfinanzierer.

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