Onlinehandel mit neuem Rekordhoch

Umsatz stieg um 40 Prozent / Weniger Retouren

  • Lesedauer: 2 Min.

Berlin. Der Onlinehandel eilt von Rekord zu Rekord. 2013 stieg der Umsatz im Vorjahresvergleich um über 40 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro, wie der Branchenverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) am Dienstag mitteilte. Zwischen 2009 und 2013 kletterte der Umsatz damit um das Zweieinhalbfache: von 15,5, Milliarden Euro auf 39,1 Milliarden Euro. Und auch die Erwartungen für die Zukunft sind laut Branchenumfragen glänzend.

Das Geschäftsklima des interaktiven Handels - das sind Versandhandel und Onlinehandel - habe im Frühjahr 2014 ein neues Rekordhoch erreicht und liege deutlich über dem Niveau der Gesamtwirtschaft, teilte der bevh mit. Alle wichtigen Indikatoren wie Auftragseingang, Umsatz, Ertrag und Personalbestand seien positiver als 2013. Die Zahl der Firmen, die Waren per Post versenden, wuchs laut Verband seit 2009 um 14,5 Prozent auf 3200, die Zahl der Beschäftigten stieg um 5,8 Prozent auf rund 80 100.

Beim genaueren Hinsehen ergibt sich allerdings ein zweigeteiltes Bild: Während der Onlinehandel boomt, geht der Umsatz im klassischen Versandhandel zurück. Er sank im gleichen Zeitraum um knapp ein Drittel von 13,6 Milliarden Euro auf 9,2 Milliarden Euro.

Die Umfrage ergab, dass der interaktive Handel die für ihn teuren Retouren weiter senken konnte. Derzeit berichte nur noch jedes sechste Unternehmen von steigenden Rücksendungen.

Obwohl die Händler ab Freitag mit Inkrafttreten der europäischen Verbraucherrichtlinie die Kosten für Rücksendungen an die Kunden abwälzen dürfen, wollen die meisten Firmen (59 Prozent) dies nicht tun. dpa/nd

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