Rheinmetall darf Panzerfabrik nach Algerien liefern
Grünes Licht von Bundeswirtschaftsminister Gabriel / Konzern exportiert Fertigungsstraße und Bauteile
Berlin. Der SPD-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat einen großen Rüstungsexport genehmigt: Der Konzern Rheinmetall darf wesentliche Teile einer Panzerfabrik nach Algerien liefern. Wie der »Spiegel« unter Berufung auf die Antwort des Wirtschaftsministeriums auf Anfrage des Linken-Politikers Jan van Aken berichtet, umfasst die Rüstungslieferung eine »Fertigungsstraße zur Montage von Radpanzer Fuchs« und andere Teile im Wert von mehr als 28 Millionen Euro. Laut dem Magazinbericht soll die Fabrik knapp 400 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier fast 1.000 Radpanzer in Lizenz herstellen. Geplant sei auch die Ausfuhr von Bauteilen des Panzerfahrzeugs in das nordafrikanische Land, die dort von in der Bundesrepublik ausgebildeten Mitarbeitern zusammengebaut werden sollen. Das Geschäft gehe, so der »Spiegel« weiter, zurück auf eine Reise von Kanzlerin Angela Merkel nach Algerien im Jahr 2008; die Genehmigung erteilte die schwarz-gelbe Vorgängerregierung genehmigt. Im Falle einer bereits genehmigten Lieferung eines Gefechtsübungszentrums nach Russland hatte sich Gabriel jedoch anders entschieden und den Export untersagt. nd/Agenturen
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