Sakra!

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Schwerter zu Pflugscharen war einmal, jetzt heißt es: Revolutionswerkzeuge zu Kruzifixen. Jedenfalls schenkte Boliviens Präsident Evo Morales dem Papst am Donnerstag ein solches Kreuz, was sogleich zu allerhand analoger und digitaler Empörung bei katholischen Würdenträgern und Netzgläubigen führte. Indessen: Was aussehen mag wie eine etwas überambitionierte Bastelarbeit, ist das Werk des Jesuitenpaters Luis Espinal. Der hatte sich für eine gerechte Gesellschaft in Bolivien eingesetzt und gegen die damalige Militärdiktatur gekämpft; im März 1980 wurde er von der Todesschwadron ermordet - genau zwei Tage, bevor auch der salvadorianische Erzbischof Oscar Romero sterben musste. Bolivien ist neben Ecuador und Paraguay Station der Lateinamerika-Reise von Franziskus, der sich für die Verbrechen im Namen der katholischen Kirche an den Ureinwohnern entschuldigte. nd Foto: dpa

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