800 Jobs bei Vattenfall auf Streichliste

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Wegen des Verkaufs der Braunkohle-Sparte und dem schrittweisen Ausstieg aus Stromnetz und Kraftwerken in Hamburg wird der schwedische Staatskonzern Vattenfall einem Zeitungsbericht zufolge in Berlin Hunderte Arbeitsplätze abbauen. Konzernchef Magnus Hall habe einen Stellenabbau in den zentralen Servicebereichen angekündigt, berichtet die »Morgenpost«. Von den derzeit noch 4500 Mitarbeitern in Berlin würden nach diversen Umstrukturierungen und Zusammenlegungen verschiedener Einheiten 3700 übrigbleiben, sagte ver.di-Gewerkschaftssekretär Robin Marks der Zeitung.

Die Aktivitäten konzentrierten sich künftig im Stromnetz und den Heizkraftwerken, die große Teile der Stadt mit Fernwärme versorgen. Auch in den beiden Berliner Kraftwerken solle die Belegschaft von derzeit noch 225 auf 170 Mitarbeiter schrumpfen, hieß es.

Vattenfall hatte von der Regierung in Stockholm am Wochenende grünes Licht für den Verkauf der Braunkohle-Sparte an den tschechischen Konzern Energetický a Průmyslový Holding (EPH) bekommen. Er soll zum 31. August 2016 vollzogen werden. Eine kartellrechtliche Entscheidung der EU-Kommission steht noch aus. Umweltverbände kritisierten den Verkauf als »schmutziges Geschäft«, mit dem die Klimaziele nicht erreicht würden. epd/nd

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