Alles durchleuchtet: Yahoo macht den Geheimdienst

Bericht: Eingehende E-Mails aller Kunden im Auftrag der staatlichen Überwacher nach bestimmten Zeichenfolgen durchsucht

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Der Geheimdienst ruft - und der Internetdienstleister liefert. So lief es offenbar bei Yahoo, wo eingehende E-Mails aller Kunden im Auftrag der staatlichen Überwacher durchsucht worden sein sollen. Entsprechend haben sich mehrere mit der Sache vertrauten Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters geäußert. Der Internetkonzern habe demnach ein Programm geschrieben, mit dem Hunderte Millionen E-Mails nach bestimmten Zeichenfolgen durchleuchtet wurden. Es ist aber unklar, welche Daten Yahoo dann auch an die Geheimdienste weitergereicht hat. Ebensowenig ist bekannt, ob sich auch andere Internetanbieter einer solchen Anordnung gebeugt haben. Laut Experten ist es der erste bekannt gewordene Fall, in dem ein US-Konzern der Forderung nach einer kompletten Überwachung des gesamten eingehenden E-Mailverkehrs nachgegeben habe, schreibt Reuters. Yahoo sagte zu dem Vorgang nur, man halte sich an die Gesetze der USA. Vertreter der E-Mail-Provider Google und Microsoft lehnten Stellungnahmen gegenüber Reuters ab. Agenturen/nd

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -