Zentralrat der Juden fordert Aufklärung

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Der Zentralrat der Juden in Deutschland verlangt Aufklärung über den Fall eines 14-jährigen jüdischen Jungen, der an einer Schule in Friedenau Opfer antisemitischer Beleidigungen und körperlicher Attacken geworden sein soll. »Wenn die Berichte stimmen, ist das ein erschütternder Vorgang«, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster dem »Tagesspiegel«: »Hier geht es um Antisemitismus übelster Art.«

Medienberichten zufolge haben die Eltern ihren Sohn nach einem körperlichen Angriff von der Schule abgemeldet. Sie werfen demnach der Schulleitung vor, zu spät auf die Beleidigungen und Angriffe seitens türkisch- und arabischstämmiger Schüler reagiert zu haben. Über den Fall hatte zuerst die jüdische Wochenzeitung »The Jewish Chronicle« berichtet.

Schuster forderte die Schulverwaltung dazu auf, das Verhalten der Friedenauer Schulleitung genau zu untersuchen und Versäumnisse klar zu benennen. Zudem appellierte er an die muslimische Gemeinschaft, »den antisemitischen Tendenzen in ihren Reihen mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten«. Es könne nicht angehen, »dass in einem Teil der Moscheen in Deutschland Judenfeindlichkeit und Israelfeindlichkeit aktiv Vorschub geleistet wird«. epd/nd

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