141 Festnahmen bei Razzia in Schwulenklub
Jakarta. Bei einer Razzia in einem Schwulenklub in der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind 141 Männer festgenommen worden. Beamte durchsuchten am Sonntagabend ein Gebäude, in dem eine Sauna und ein Fitnessstudio untergebracht sind, wie die Polizei am Montag mitteilte. Zehn der Festgenommenen drohe eine Verurteilung zu langjährigen Haftstrafen wegen Verstoßes gegen die indonesischen Anti-Pornografie-Gesetze. Bürgerrechtsgruppen verurteilten die Festnahmen und die Behandlung der Männer. Nach ihren Angaben durften sich die Festgenommenen nicht anziehen, bevor sie abgeführt wurden, und sie seien sogar während ihres Verhörs noch nackt gewesen. Außerdem warfen die Bürgerrechtler Polizisten vor, Nacktfotos der Männer in sozialen Netzwerken verbreitet zu haben. Homosexualität ist in Indonesien nur in der Provinz Aceh gesetzlich verboten. Aber Feindseligkeiten gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender nahmen in dem südostasiatischen Land in jüngster Zeit zu. AFP/nd
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.