Vatikan plant Netzwerk gegen Korruption

  • Lesedauer: 1 Min.

Rom. Der Vatikan will ein internationales Netzwerk gegen Korruption und organisiertes Verbrechen aufbauen. Das teilte die neue Vatikanbehörde für Menschenrechte und Entwicklung am Mittwoch in Rom mit. Die Initiative sei bei einer im Juni von der Behörde im Vatikan organisierten Konferenz mit Vertretern von Behörden, Polizei, Staatsanwälten und Verbrechensopfern beschlossen worden. Die katholische Kirche verfüge bereits über ein weltweites Netz aus Bischofskonferenzen und Ortskirchen, das »mit Mut, Entschiedenheit, Transparenz und Bereitschaft zur Zusammenarbeit« zur Verfügung gestellt werden solle. Die neue Institution wird den Angaben zufolge Vorschläge machen, wie korruptionsanfällige Mentalitäten durch Bildungsangebote verändert werden können. Der Rat werde sich »nicht auf fromme Ermahnungen beschränken, denn es bedarf konkreter Gesten«. Bildung erfordere glaubhafte Lehrer, »vor allem in der Kirche«. epd/nd

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.