Air Berlin stellt Insolvenzantrag

Bundesregierung vergibt Kredit zur Fortführung des Flugverkehrs

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Berlin. Die Fluggesellschaft Air Berlin ist pleite. Das Unternehmen stellte am Dienstag einen Insolvenzantrag, nachdem der Hauptaktionär Etihad eine weitere finanzielle Unterstützung abgelehnt hatte. Damit wäre die Airline eigentlich verpflichtet gewesen, den Flugbetrieb sofort einzustellen. Unter anderem um das zu verhindern, entschied die Bundesregierung einen Übergangskredit in Höhe von 150 Millionen Euro zu gewähren. Der Flugbetrieb von Air Berlin kann so in vollem Umfang fortgeführt werden. Die hoch verschuldete Air Berlin verhandle seit Längerem mit anderen Airlines über die Veräußerung von Unternehmensteilen, hieß es.

Die Dienstleitungsgewerkschaft ver.di erwartet nun, »dass vorrangig die Interessen der Beschäftigten berücksichtigt werden« und das Unternehmen »mit Hochdruck daran arbeitet, tragfähige und gute Konzepte zu entwickeln, um möglichst viele Arbeitsplätze zu retten«. Bundesvorstandsmitglied Christine Behle forderte »Transparenz und die Einbeziehung der Gewerkschaft« ein. hei Seite 5

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