Razzia bei Rechten: Über 5000 Namen gesammelt

Polizist unter Terrorverdacht hatte Zugriff auf offizielle Meldedaten

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Berlin. Die mutmaßlichen Rechtsterroristen aus Mecklenburg-Vorpommern haben ein umfangreiches Archiv über Politiker angelegt. Wie die »Welt« berichtet, handelt es sich um zwei Ordner mit »losen Blattsammlungen« über mehr als 5000 Personen, darunter auch mehr als 100 Namen, Adressen und Fotos von überwiegend linken Politikern. Hinweise auf Mordpläne soll es den Angaben zufolge nicht geben. Die Sammlung sei größtenteils aus öffentlichen Quellen angelegt. Ein unter Verdacht stehender Polizeibeamter soll seinen Dienst-PC aber missbräuchlich genutzt haben, um an Meldeadressen zu gelangen. Im August hatte die Polizei Wohnungen und Geschäftsräume von mehreren Personen durchsucht. Der Verdacht: »Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat«. Sie sollen für einen von ihnen prognostizierten »Krisenfall« geplant haben, Vertreter des politisch linken Spektrums festzusetzen und zu töten. nd

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