Jamaika: Tage der Entscheidung
Bis Donnerstagnacht wollen sich Parteien auf Ergebnispapier einigen
Berlin. Bevor die entscheidende Woche der Jamaika-Sondierungen anbricht, sind am Sonntag die Verhandlungsführer von CDU, CSU, FDP und Grünen zu einem Spitzentreffen zusammengekommen. Bei der Beratung sollte es um die Finanz-, Klima- und Migrationspolitik gehen. Nachdem die FDP bereits öffentlich über Neuwahlen nachgedacht hatte, erwiderte Jürgen Trittin (Grüne) gegenüber Medien, seine Partei müsse am wenigsten Angst vor Neuwahlen haben. Die Grünen waren den übrigen Parteien zuletzt beim Klimaschutz entgegengekommen. Parteichef Cem Özdemir kritisierte angesichts dessen seine Verhandlungspartner: »Bei der Europa-, Außen- und Innenpolitik, beim bezahlbaren Wohnen, bei guter Arbeit, der Verkehrs- und Agrarwende spüren wir keinerlei Entgegenkommen.« Ziel der Unterhändler ist es, bis Donnerstagnacht ein Sondierungspapier fertigzustellen, mit dem die Parteigremien überzeugt werden sollen, der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zuzustimmen. dpa/nd
Kommentar Seite 4
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.