Neonazis greifen nach Aufmarsch Zugreisende an
Berlin. Die Aktivitäten der Rechten in Kandel am vergangenen Samstag beschränkten sich nicht nur auf ihren Aufmarsch durch die südpfälzische Kleinstadt. Während der Abreise sollen zwei Neonazis im Zug in Richtung Saarbrücken andere Fahrgäste angegriffen haben - darunter eine Frau und den jungen LINKEN-Politiker Gökdeniz Özcetin. Das berichtet der Betroffene am Montag. Demnach habe ein Mann einer jungen Frau aus Eritrea ein NPD-Flugblatt gereicht. Eine andere Reisende habe ihr das Flugblatt weggenommen und es zerrissen. Daraufhin soll der Neonazi die Frau geschlagen haben. An dieser Stelle mischte sich der 17-jährige Özcetin ein. Er soll deswegen von einem anderen Mann aus der rechtsextremen Gruppe eine Kopfnuss bekommen haben. Dann griffen die anwesenden Polizisten ein. Allerdings verließen die Beamten bereits in Homburg den Zug. Weil noch mehrere Mitglieder der Neonazi-Gruppe an Bord blieben, alarmierten Özcetin und die Frau die Bundespolizei in Saarbrücken. Die nahm sie schließlich auf dem Gleis in Empfang und hinderte die Neonazis an ihrem Fluchtversuch. Özcetin und die junge Frau erstatteten Anzeige wegen schwerer Körperverletzung. nd
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