Die Rückkehr des Winters

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Berlin. »Irenäus« lässt einfach nicht locker: Das Hochdruckgebiet schickte vom südlichen Skandinavien aus am Wochenende den Winter nach Deutschland zurück. Im ganzen Land fiel die Temperatur unter den Gefrierpunkt. Schnee, stürmischer Wind und damit einhergehend erhebliche Verkehrsbehinderungen plagten am Samstag und Sonntag viele Menschen in fast allen Landesteilen. Nahezu bundesweit kam es auf glatten Straßen zu zahlreichen Unfällen, die meisten gingen glimpflich aus. Einige Menschen wurden verletzt, häufig blieb es bei Blechschäden.

Wintersportler hingegen hatten Grund zur Freude. Vor allem im Harz eroberten Skifahrer, Rodler und sonstige Ausflügler die Pisten und Wanderwege. Sonntagvormittag fuhr die Harzer Schmalspurbahn nach einer wetterbedingten Sperrung wieder bis hoch auf den Brocken. Die Frage ist: Wer will da hin? Die gefühlte Temperatur lag bei stürmischem Wind nach Angaben von Wetterbeobachter Marc Kinkeldey von der dortigen Wetterwarte am Sonntag bei fast minus 50 Grad.

Am Leipziger Hauptbahnhof wurde der Zugbetrieb am Sonntag wieder weitgehend aufgenommen, nachdem dieser am Samstag wegen des Wetters zeitweise zum Erliegen kam. Allerdings mussten Reisende weiter mit witterungsbedingten Einschränkungen rechnen: »Züge fallen aus oder sind verspätet«, sagte ein Bahnsprecher. »Einer fährt pünktlich, der nächste fällt komplett aus«, beschrieb er die Lage. »Wir hoffen, dass Montagmorgen alles wieder nach Plan läuft.«

Und wie geht es weiter? Am Dienstag ist kalendarischer Frühlingsbeginn. Zumindest tagsüber soll die Temperatur in den kommenden Tagen vielerorts Pluswerte erreichen. Nachts kann es weiterhin verbreitet Frost mit Höchstwerten von minus 5 bis minus 15 Grad geben, sagte ein DWD-Meteorologe. »Frühlingsbeginn habe ich nicht zu bieten.« dpa/nd

Fotos: dpa/Stefan Sauer/Patrick Seeger/Bernd Wüstneck/Ina Fassbender

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