Beratung für Arbeiter aus Osteuropa
Saarland richtet Anlaufpunkt in Saarbrücken ein
Saarbrücken. Eine Beratungsstelle für Wanderarbeiter und mobile Beschäftigte hat in Saarbrücken ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll vor allem die Situation von Menschen aus mittel- und osteuropäischen Staaten verbessern, die im Saarland vorübergehend einer abhängigen Beschäftigung nachgehen, wie Landeswirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) am Mittwoch in Saarbrücken sagte. Getragen wird die Beratungsstelle von der Arbeitskammer.
»Lohn- und Sozialdumping sind keine Seltenheit«, sagte Rehlinger. Mittels Verträgen mit Subunternehmen, Entsendung oder Leiharbeit würden Wanderarbeiter teilweise systematische ausgebeutet. Der Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer, Jörg Caspar, sagte: »Wanderarbeiter sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse.« Fairer Lohn, gute Arbeit und vernünftige Wohnverhältnisse müssten auch für sie selbstverständlich sein.
Die Mitarbeiter in der Beratungsstelle sprechen Bulgarisch und Rumänisch, kennen die Kultur ihrer Landsleute und können sie direkt über ihre Rechte in Deutschland informieren. Darüber hinaus vermitteln sie allgemeine Lebenshilfen. Das Ministerium fördert die Beratungsstelle mit 180 000 Euro jährlich. dpa/nd
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