Land unter im Vogtland
Feuerwehr nach heftigen Unwettern im Dauereinsatz
Plauen. Das große Aufräumen nach dem schweren Unwetter im Vogtland war am Freitagmorgen in vollem Gang. Feuerwehren und Technisches Hilfswerk arbeiteten ohne Pause, Autofahrer und Bahnreisende mussten mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Einige Menschen hätten erst am Morgen bemerkt, dass ihre Keller vollgelaufen sind, teilte die Feuerwehr mit. Die Einsätze werden den ganzen Tag über andauern. Auch am Freitag erwarteten die Meteorologen wieder vereinzelt Gewitter und Starkregen in der Region. Es soll allerdings weniger stark sein als zuvor, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig.
Ein heftiges Unwetter hatte am Donnerstag das Vogtland im Bereich des Elstertales erschüttert. Schlamm und Geröll waren von angrenzenden Feldern auf die Fahrbahnen gespült worden, sie standen zum Teil einen Meter unter Wasser, wie das Lagezentrum berichtete. In der Nacht zu Freitag hatte es weitergeregnet, allerdings ließ der Regen nach.
Zwei Bundesstraßen und sechs Kreisstraßen sind am Freitag wegen der Überflutungen gesperrt. In der Gemeinde Adorf seien ebenfalls einige Straßen gesperrt, so die Feuerwehr. Erst nach dem Nachlassen der Überflutungen könne der Zustand der Straßen beurteilt werden und eine Entscheidung fallen, ob diese wieder freigegeben werden können. Auch die Vogtlandbahn fuhr stundenlang nicht.
Die Feuerwehr berichtete von einigen leicht verletzten Menschen. Die Polizei teilte mit, dass ein Mann in Oberhermsgrün nach einem Blitzeinschlag einen Stromschlag erlitten hatte. Er kam ins Krankenhaus, war aber nicht lebensgefährlich verletzt.
In und um Adorf, Bad Elster und Oelsnitz sprach die die Feuerwehr am Freitagmorgen von 250 Einsätzen seit Donnerstagnachmittag. dpa/nd
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