Rot-Rot-Grün begrüßt Tarifeinigung
Erleichterung bei Rot-Rot-Grün über die Tarifeinigung um die Bezahlung studentischer Beschäftigter an den Berliner Hochschulen. »Wir begrüßen, dass nach fast einem Jahr Arbeitskampf nun eine Einigung zur Weiterentwicklung des deutschlandweit einmaligen Tarifvertrags für 8000 studentische Hilfskräfte erreicht werden konnte«, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Abgeordnetenhausfraktionen von SPD, LINKEN und Grünen. Das Ergebnis setze nach 17 Jahren Stagnation mit mehr als 12 Prozent sofortigem Aufwuchs in der Lohnhöhe ein klares Signal für die Wertschätzung der Arbeit der Studierenden, so die Fraktionen weiter.
»Die deutliche Anhebung des Stundenlohns sowie eine verlässliche Tarifentwicklung sind nicht nur richtig, sondern auch bundesweit ein wichtiges Signal«, sagte der Regierende Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD) bereits am Donnerstag. Berlin sei »ein Vorreiter für gute Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft und das einzige Bundesland mit einem studentischen Tarifvertrag«.
In jährlichen Stufen werden die Stundenlöhne der rund 8000 Studentischen Mitarbeiter bis 2022 auf 12,96 Euro angehoben. Anschließend werden die Löhne im selben Maße wie die der anderen Hochschulbeschäftigten erhöht, die nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt werden. Die ursprüngliche Forderung, untermauert vom längsten Hochschulstreik der Bundesrepublik, war eine sofortige Erhöhung auf 14 Euro Stundenlohn.
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