Verbraucherschutz gegen Abzocke an Rastplätzen
Berlin. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat dem Raststättenkonzern Tank und Rast Abzocke vorgeworfen. Das Unternehmen habe mit 460 Tankstellen und 410 Raststätten inzwischen quasi eine Monopolstellung, hieß es im Berliner »Tagesspiegel« (Sonntagausgabe). »Die Zwangslage der Reisenden auf der Autobahn wird schamlos ausgenutzt«, warf vzbv-Vekehrsexpertin Marion Jungbluth dem Unternehmen vor. Kritisiert wurden überhöhte Preise an den Tankstellen und in den Raststätten. Auch der Automobilclub ACE äußerte gegenüber dem »Tagesspiegel« den Verdacht, dass Tank und Rast »seine Marktmacht zu Lasten der Allgemeinheit missbraucht«. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher verwies gegenüber dem »Tagesspiegel« auf sein Franchisemodell als Betreiber. Demnach habe Tank und Rast grundsätzlich keinen Einfluss auf die Preise in Restaurants und an den Tankstellen. Kritiker verweisen allerdings auf hohe Zahlungen an Tank und Rast für das Recht, an den Raststätten Tankstellen oder Geschäfte zu betreiben, die deren Inhaber dann über hohe Preise an die Kunden weitergeben würden. AFP/nd
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.