Stasi-Gedenkstätte in Berlin bekommt neue Führung
Leiter Hubertus Knabe freigestellt, Gespräche über die Nachfolge
Berlin. Die Spitze der Gedenkstätte für Opfer der Stasi in Berlin-Hohenschönhausen wird nach Vorwürfen zu sexuellen Belästigungen von Mitarbeiterinnen neu aufgestellt. Nach einer Krisensitzung des Stiftungsvorstandes der Gedenkstätte wurde der einstimmige Beschluss gefasst, dass auch der Leiter der Gedenkstätte, Hubertus Knabe, seinen Posten räumen muss. Zwar richteten sich die Hauptvorwürfe gegen den bereits am Montag beurlaubten Vizeleiter, Helmuth Frauendorfer, aber auch zu Knabe war das Vertrauensverhältnis zerstört. Dass er einen »dringend notwendigen Kulturwandel in der Stiftung« einleiten wird, wurde bezweifelt. Berlins Kultursenator Klaus Lederer (LINKE), der auch Stiftungsratsvorsitzender der Gedenkstätte ist, besuchte am Mittwoch die Mitarbeiter vor Ort. Im Anschluss war von einem guten Treffen die Rede. In enger Abstimmung mit dem Bund haben außerdem die Nachfolgegespräche für die Führung begonnen. mkr Seite 9
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