Rassistische Attacken auf vier Kinder in zwei Tagen
Binnen zwei Tagen sind vier Kinder fremdenfeindlich beschimpft und attackiert worden. Eine Frau hatte laut Polizei am Freitagabend in der Neuköllner Hermannstraße versucht, einem Mädchen das Kopftuch vom Kopf zu reißen. Zudem soll sie mit einer augenscheinlich mit Blut gefüllten Spritze mehrmals versucht haben, das Kind zu stechen, und es mit Pfefferspray bedroht haben. Die 12-Jährige wurde bei der Attacke leicht verletzt. Am Samstagabend fragten drei Jugendliche einen Zwölfjährigen in Hellersdorf, ob er Ausländer sei. Dieser sei dann von zwei der Jugendlichen festgehalten und von dem dritten mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. Das Kind wurde bei dem Angriff leicht verletzt. Die Gruppe floh nach der Tat. Der Junge, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ging nach Hause. Seine Mutter erstattete Anzeige. In Marzahn schlug ein Mann ein 15- und ein 16-Jähriges Mädchen aus Syrien am späten Freitagnachmittag mehrmals mit der Faust ins Gesicht. Zuvor soll er die jungen Frauen beschimpft haben, als diese sich unterhielten. Die Mädchen erlitten bei dem Übergriff Verletzungen im Gesicht und wurden ambulant im Krankenhaus behandelt. In allen drei Fällen ermittelt der Staatsschutz. dpa/nd
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