Aus der Traum von Europa für die Hertha

Das 1:2 gegen Düsseldorf war die vierte Pleite in Folge für die Berliner

  • Lucas Roignant
  • Lesedauer: 2 Min.

Die Sieglosserie der Herthaner in der Bundesliga geht weiter. Am Samstag gegen Düsseldorf gelang es den Spielern des Hauptstadtklubs nicht, die bittere 0:5-Niederlage bei RB Leipzig vergessen zu lassen. Im heimischen Olympiastadion kam die Mannschaft von Trainer Pal Dardai gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:2 zu Fall. Trotz eines durchaus überzeugenden Auftretens fehlte den Herthanern die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Im Gegensatz zu den Gästen, die, obwohl sie weniger am Ball waren, gefährlicher waren - von Anfang bis Ende. Durch den Erfolg zogen die Rheinländer in der Tabelle an den Herthanern vorbei und sind jetzt Zehnter - zwei Punkte vor Berlin.

Trotz der Niederlage zeigte sich Hertha-Trainer Pal Dardai gnädig: »Wenn ich die Statistiken sehe, kann ich keine Vorwürfe machen. Zweikampfwert, Ballbesitz, Torschüsse: das ist Hertha BSC«, befand er nach dem Spiel. Der Trainer gab aber zu, die Auswirkungen der Niederlage in Leipzig auf seine Spieler unterschätzt zu haben. »Nach dem 0:5 hat uns Selbstvertrauen gefehlt, das darf nicht passieren. Wir hätten mutig bleiben müssen«, sagte er.

Das Verhalten seiner Mannschaft und ihre Reaktion nach der Führung der Düsseldorfer gefielen dem 43-jährigen Trainer. Denn auch wenn Hertha in der 35. Minute von Benito Ramans 1:0 überrascht wurden, kontrollierten die Herthaner bislang die Partie - aber ohne klare Torchancen. Marko Grujic glich nur sechs Minuten nach dem Gegentor zum 1:1 aus. Die Vorlage kam von Ondrej Duda.

Im zweiten Durchgang gelangen Raman eine halbe Stunde vor Schluss mit dem 1:2 der entscheidende Treffer. Die Düsseldorfer verteidigten ihren Vorsprung bis zum Abpfiff, insbesondere dank des hoch konzentrierten Torwarts Michael Rensing.

Das Problem in diesem Spiel war die Defensive. »Da war kein Wille dahinter, ich weiß nicht, woran es liegt. Fehler kann jeder machen, aber die Überzeugung, zu laufen und zu kämpfen, muss von jedem Spieler bis zur letzten Minute an den Tag gelegt werden. Das war heute nicht der Fall«, schimpfte Rechtsverteidiger Valentino Lazaro nach dieser vierten Bundesliga-Niederlage in Folge. Herthas Europa-Traum ist so gut wie beendet. Nun hoffen die Herthaner, am Sonntag bei 1899 Hoffenheim wenigstens die Niederlagenserie zu beenden. Leicht wird das nicht.

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