Heizen mit CO 2 -kompensierten Brennstoffen

Emissionsausgleich durch Klimaschutzprojekte

  • Lesedauer: 2 Min.

Durch die Integration erneuerbarer Energien z. B. mit einer Solaranlage kann man die Nutzung klassischer Brennstoffe wie Gas oder Heizöl schon deutlich reduzieren. Ein völliger Verzicht auf diese fossilen Energieträger wird in Deutschland aber noch lange nicht möglich sein. Umso wichtiger ist es, die Wärmeerzeugung mit Hilfe moderner Heiztechnik so energieeffizient wie möglich zu betreiben. Und alle Optionen zur Emissionsvermeidung bzw. zum Ausgleich unvermeidbarer Emissionen auszuschöpfen.

Dazu gehört heute auch die sogenannte freiwillige CO2-Kompensation beim Energieverbrauch. Wenn ein Hausbesitzer etwa »CO2-neutrales« Heizöl bestellt, dann wird der Ausstoß, der aus dem Verbrauch dieser Menge resultiert, an anderer Stelle durch anerkannte Klimaschutzprojekte exakt ausgeglichen. Es spielt dabei keine Rolle, an welchem Ort der Erde diese Emissionsreduzierung durchgeführt wird. Ohne den Mechanismus der Kompensation hätte es das Klimaschutzprojekt nicht gegeben. Denn nur dieses Kriterium der Zusätzlichkeit kann einen echten Emissionsausgleich gewährleisten.

Der Brennstoffhändler muss die Kompensation der von ihm verkauften Energieprodukte durch Zertifikate nachweisen. Eines steht dabei für eine Tonne eingespartes CO2-Äquivalent. Um die Ausgleichsberechnungen korrekt durchzuführen, wurde mit dem »RALGütezeichen CO2-kompensierte Energieprodukte« ein zuverlässiges Kontrollsystem eingeführt. Das Gütezeichen ist der Nachweis eines transparenten und nachvollziehbaren Verrechnungsvorgangs (www.guetezeichen-energiehandel.de). Neutrale Sachverständige bzw. Prüfstellen nehmen dafür den gesamten Prozess aus Verträgen, Rechnungen und anderen Dokumenten unter die Lupe, um Missbrauch von Zertifikaten zu verhindern. supress/nd

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